Der Seidenschal, der den FlugkellnerInnen bei Emirates ins Gesicht hängt ist schick und versprüht einen Hauch Orientalismus. Ohne wirklichen Beweis stellen wir die Vermutung an, dass die Kriterien zur Auswahl der LuftkellnerInnen wahrscheinlich nicht ganz zu 100% auf rein sachlicher Qualifikation beruhen...Zu offenkundig scheinen uns erstinstanzlich die ästhetischen Vorzüge dieser Berufsgruppe zu sein. Apropos Vorzüge
Diese offenbaren sich bei meinem Reisepartner schon bei der Essensausgabe. Es ist ja nicht unbedingt ein Geheimnis, dass Thomi Smurf sich zuhause ausschließlich von Nudeln mit Parmesan und Butter ernährt, dass er aber die drei zur Wahl stehenden Hauptspeisen trotz anbahnendem Hungerkollaps ablehnen würde, war selbst für mich eine Überraschung. So erwerbe ich im Austausch gegen ein kleines Brötchen ein komplettes zweites Menü, das ich wie ein äthiopisches Waisenkind gierig und ohne ein Wort des Dankes zu verlierend hinunterschlinge. Doch bald darauf wird mir klar, dass unsere Reisebeziehung täglich zur Essenszeit auf den Prüfstand gestellt werden würde. Kenntucky fried chicken gegen Chinatopf....Butterschmalz oder gebratenes Gemüse
Ich ahne schlimmes..
Trotzdem nicke ich ein und wundre mich beim Aufwachen über die vermummten mit futuristischen Laserpistolen ausgerüsteten Gäste an Board. Thomi fühlt sich spontan an Akte X erinnert als die breitäugige Dame im weißen Schutzkittel mit Mundschutz den Apparat an seinen Kopf ansetzt und abdrückt. Die Prozedur verläuft schmerzfrei und die Kreaturen verschwinden so schnell wie sie gekommen sind. Wie sich herausstellt wurde nämlich mit dem Gerät nur unsere Körpertemperatur ermittelt, um möglichen Grippeimporteuren den Eintritt zu verwähren...Prekär, denn wenn es nur einen Verdachtsfall im Flugzeug gegeben hätte wären wir alle unter Quarantäne gestellt worden. Schon wieder kommt uns also Oma Zufall zu Hilfe. Hätten die Damen in Weiß keine Atemschutzmasken getragen, hätten sie uns bei dem Vorleichengeruch, den wir zu dem Zeitpunkt versprüht haben ohne technischen Hilfsmittel zu den Lepraverdachtsfällen ins Aussätzigenasyl abgeschoben....
Kurz darauf lernen wir einen Südtiroler kennen der tatsächlich „echtes Deutsch“ spricht, und wir verabreden uns mit dem gleichen Taxi zu fahren. Fabio spricht 12 Worte mehr chinesisch als wir beide zusammen und er beweist bei der Wahl des Fahrers erstmals ein gutes Händchen, denn dieser stellt bei Tempo 200 auf 80er-Straßen sein Können unter Beweis. Eine spezielle Technik, nämlich das Lenken mit den Beinen, ermöglicht ihm die Hupfrequenz durch den Einsatz beider Hände deutlich zu steigern.... Ein maßgeblicher Faktor für die Durchsetzungskraft auf der Straße.
Dass wir das Hotel überhaupt erreichen, verdanken wir wirklich nur Fabio. Ohne seine Vermittlung wäre der flotte Analphabet niemals in der Lage gewesen unser Hotel zu finden...
Diese offenbaren sich bei meinem Reisepartner schon bei der Essensausgabe. Es ist ja nicht unbedingt ein Geheimnis, dass Thomi Smurf sich zuhause ausschließlich von Nudeln mit Parmesan und Butter ernährt, dass er aber die drei zur Wahl stehenden Hauptspeisen trotz anbahnendem Hungerkollaps ablehnen würde, war selbst für mich eine Überraschung. So erwerbe ich im Austausch gegen ein kleines Brötchen ein komplettes zweites Menü, das ich wie ein äthiopisches Waisenkind gierig und ohne ein Wort des Dankes zu verlierend hinunterschlinge. Doch bald darauf wird mir klar, dass unsere Reisebeziehung täglich zur Essenszeit auf den Prüfstand gestellt werden würde. Kenntucky fried chicken gegen Chinatopf....Butterschmalz oder gebratenes Gemüse
Ich ahne schlimmes..
Trotzdem nicke ich ein und wundre mich beim Aufwachen über die vermummten mit futuristischen Laserpistolen ausgerüsteten Gäste an Board. Thomi fühlt sich spontan an Akte X erinnert als die breitäugige Dame im weißen Schutzkittel mit Mundschutz den Apparat an seinen Kopf ansetzt und abdrückt. Die Prozedur verläuft schmerzfrei und die Kreaturen verschwinden so schnell wie sie gekommen sind. Wie sich herausstellt wurde nämlich mit dem Gerät nur unsere Körpertemperatur ermittelt, um möglichen Grippeimporteuren den Eintritt zu verwähren...Prekär, denn wenn es nur einen Verdachtsfall im Flugzeug gegeben hätte wären wir alle unter Quarantäne gestellt worden. Schon wieder kommt uns also Oma Zufall zu Hilfe. Hätten die Damen in Weiß keine Atemschutzmasken getragen, hätten sie uns bei dem Vorleichengeruch, den wir zu dem Zeitpunkt versprüht haben ohne technischen Hilfsmittel zu den Lepraverdachtsfällen ins Aussätzigenasyl abgeschoben....
Kurz darauf lernen wir einen Südtiroler kennen der tatsächlich „echtes Deutsch“ spricht, und wir verabreden uns mit dem gleichen Taxi zu fahren. Fabio spricht 12 Worte mehr chinesisch als wir beide zusammen und er beweist bei der Wahl des Fahrers erstmals ein gutes Händchen, denn dieser stellt bei Tempo 200 auf 80er-Straßen sein Können unter Beweis. Eine spezielle Technik, nämlich das Lenken mit den Beinen, ermöglicht ihm die Hupfrequenz durch den Einsatz beider Hände deutlich zu steigern.... Ein maßgeblicher Faktor für die Durchsetzungskraft auf der Straße.
Dass wir das Hotel überhaupt erreichen, verdanken wir wirklich nur Fabio. Ohne seine Vermittlung wäre der flotte Analphabet niemals in der Lage gewesen unser Hotel zu finden...
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