Pünktlich um 12 Uhr mittags sind wir aus den Federn und voller Tatendrang. Wir wollen uns heute den Bund, die berühmte Uferpromenade des Huangpu Rivers mit der herrlichen Skyline und die berühmte Nanjing Street, die Maria Hilfer Straße des Ostens, sehen.
Punkt 1 kann gleich gestrichen werden als wir feststellen, dass dieser für die EXPO 2010 komplett umgebaut wird und dazu von meterhohen Mauern abgeschottet wird vor unbefugtem Zutritt. Die Nanjing Street selbst ist genauso wie wir sie uns vorgestellt hatten. Sehr modern, gut belebt und mit ausgezeichnetem Angebot. Massagetempel, neben KFC's und OMEGA Shops. Die Preise für Elektronik haben das gleiche Niveau wie zuhause und Kleidung ist nur billig wenn sie auch gefälscht ist. Weil wir eigentlich früher fertig sind als geplant setzen wir uns nebenan in einen Park um die Planung neu auszurichten. Spitzfindig gesellen sich auch zwei offensichtlich Chinesiche Mädels mit ihrem Anhang zu uns. Unter dem Vorwand selbst Touristen zu sein lassen wir zwei Naivlinge uns in die angeblich sehr populäre Teeküche entführen.. Hier gibt es ganze Fingerkuppen von Erzeugnissen höchster chinesischer Teekultur zum absoluten Schnäppchenpreis von 30€. Wegen offensichtlicher Verständigungsprobleme erfahren wir das aber trotz höchster Vorsichtsmaßnahmen erst hinterher und entrichten so unser Lehrgeld eher widerwillig. Eine Methode die Methode zu sein scheint wie sich in den kommenden Tagen herausstellt. Eine Schauspielkunst höchster Güte, die sich mit den eher armseligen Erzeugnissen der Chinesischen Seifenopern nicht vergleichen lässt..
Durch den unglaublichen Sightseeing Tunnel gelangen wir an das andere Ufer des Huangpu und gönnen uns einen Ausblick auf die Skyline bei Nacht...
Dieser Blick entschädigt für so manche Turbulenzen und lässt mich auch vergessen dass mir gerade vor einer halben Stunde meine Sonnenbrille geklaut wurde...
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