Donnerstag, 2. Juli 2009

It's the end of the world as we know it...



Montag, 29.6., eure Helden verlassen nach dem Shanghai-Abenteuer als einzige Europäer an Bord einer Shenzen-Airlines-Maschine die Metropole am Hoangpu und fliegen in die chinesische Kleinstadt Nanning (nur 1,5 Millionen Einwohner), wo sie gleich am Flughafen feststellen müssen, dass im Vergleich zu Shanghai, wo niemand Englisch spricht, in Nanning überhaupt niemand der angelsächsischen Sprache mächtig ist.

Mit Hand, Fuß und einigen Yuan schaffen wir es aber nicht nur zu unserem Hotel, welches in einem riesigen Einkaufszentrum liegt, in dem außer uns niemand durch die Geschäfte schlendert, sondern auch uns in einem von 15 örtlichen Busbahnhöfen ein Ticket für die Weiterfahrt nach Hanoi zu besorgen.

Voller Elan gehen wir daraufhin in ein Restaurant, dass wahrscheinlich noch nie eine Langnase gesehen hat und sind wirklich „Lost in Translation“. Mit Humor, Gelassenheit und einem dünnen Bier meistern wir auch diese Hürde.


Am nächsten Tag überspringen Hannes und ich auch die nächste große Hürde: wir schaffen es auch tatsächlich um 7.Uhr (a.m.!!) aufzustehen und besteigen mit großer Vorfreude den Bus Richtung Freundschaftspass (Grenzübergang nach Vietnam). Kurz nach Abfahrt werden wir beide auf die nächste Probe gestellt: obwohl sich unsere Essgewohnheiten großteils unterscheiden, rächt sich Montezuma an unserer beider Mägen/Därme. Doch auch dieses Hindernis kann uns nur kurzfristig aufhalten und nach 2 Stunden schweigendem Warten und einem kurzen Stopp an einer Tankstelle im Niemandsland wird schon wieder gelacht und gescherzt.


Mittags sind wir dann an der vietnamesischen Grenze und daher kann ich hier mal kurz meine Erkenntnisse zu 5 Tagen China anbringen:


  • Sich bei strömendem Regen 3 Tage zu weigern einen Regenschirm zu kaufen, ist kein Prinzip, sondern eine Dummheit.

  • Wenn Hannes und ich jemals in einer WG wohnen würden, würden wir uns einen Hund zulegen und „Waldi“ nennen..., und essen.

  • Hannes verlässt niemals ohne Haargel das Haus.

  • Die Bezeichnung „Stewardess“ und „Flugbegleiterin“ ist politisch unkorrekt und diskriminierend. Einer muss ja schließlich einmal die „Luftkellnerinnen“ in Schutz nehmen.

  • Manche bevorzugen Tee, manche Kaffee..., Hannes trinkt Bier zum Frühstück.

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